Sparringspartner für Geschäftsführer – wann er sich lohnt und was er Ihnen bringt
Ein Sparringspartner ist ein neutrales Gegenüber, mit dem Sie als Geschäftsführer Entscheidungen laut durchdenken, bevor Sie sie treffen. Er hört zu, stellt die unbequemen Fragen und hält dagegen, wenn er etwas anders sieht. Das lohnt sich immer dann, wenn Sie im Unternehmen niemanden haben, mit dem Sie offen reden können, ohne dass es Folgen hat.

Was macht ein Sparringspartner anders als ein Coach oder ein Berater?
Ein Berater bringt Lösungen von außen mit. Er analysiert, schreibt ein Konzept und geht wieder. Die Umsetzung bleibt bei Ihnen. Ein klassischer Coach stellt vor allem Fragen und lässt Sie Ihre Antwort selbst finden.
Ein Sparringspartner liegt dazwischen. Er fragt auch, aber er nickt nicht alles ab. Wenn ein Plan nicht trägt, sagt er es Ihnen. Wenn Sie sich verrennen, merkt er es früher als Sie. Die Entscheidung treffen trotzdem Sie. Der Begriff kommt aus dem Boxen: Der Sparringspartner ist der, mit dem Sie trainieren, bevor es ernst wird.
Für Geschäftsführer ist genau das oft der fehlende Baustein. Im Unternehmen hören Sie selten eine ehrliche zweite Meinung. Die einen wollen Ihnen gefallen, die anderen verfolgen eigene Interessen.
Brauche ich als Geschäftsführer überhaupt so jemanden?
Viele Geschäftsführer denken dabei: „Ein Geschäftsführer braucht doch keinen Coach. Ich hab keine Probleme, nur zu viel zu tun.“
Ich verstehe den Gedanken gut. Sie sind dort, wo Sie sind, weil Sie Probleme lösen können. Sich Unterstützung zu holen, fühlt sich da schnell wie ein Eingeständnis an. Dahinter steckt eine Sorge, die kaum jemand ausspricht: Wenn der Beirat merkt, dass ich wackle, bin ich weg.
Aber schauen Sie einmal ehrlich auf Ihren Alltag. Mit wem besprechen Sie eine schwierige Personalentscheidung, bevor Sie sie treffen? Wer hilft Ihnen, Ihre Position zu schärfen, bevor Sie in die Beiratssitzung gehen? Wer sagt Ihnen, wenn Sie falsch liegen?
Nach oben wollen Sie keine Unsicherheit zeigen. Nach unten wollen Sie Ihr Team nicht verunsichern. Und der befreundete Geschäftsführer beim Abendessen sagt meist nur: „Kenn ich, ist bei uns genauso.“ Das tröstet kurz, hilft aber nicht weiter.
Ich kenne diese Lage aus eigener Erfahrung. Ich war vier Jahre lang selbst angestellte Geschäftsführerin und recht schnell allein an der Spitze. Einen Sparringspartner holt man sich deshalb nicht, weil man etwas nicht kann. Man holt ihn sich, weil die besten Entscheidungen selten allein im Kopf entstehen.
Wird das so ein Gefühls-Coaching?
Nein, aber Gefühle gehören dazu. Viele Geschäftsführer haben genau davor Sorge. Sie wollen Ergebnisse und keine Sitzung, in der sie sich erklären müssen.
Im Sparring reden wir über Ihre Ziele, Ihren Beirat, Ihre Zahlen und Ihre Bereichsleiter. Es geht um Entscheidungen und um die nächsten konkreten Schritte. Gerade bei Entscheidungen spielt aber auch eine Rolle, wie es Ihnen damit geht. Ein ungutes Bauchgefühl ist oft ein wichtiger Hinweis, den man ernst nehmen sollte. Deshalb sprechen wir auch darüber, wenn es für Ihre Entscheidung wichtig ist. Wie weit wir dabei gehen, bestimmen Sie.
Ich bin Juristin, war Bankerin und habe vier Jahre ein Unternehmen geführt. Ich spreche Ihre Sprache, und Sie müssen mir nicht erklären, was eine Budgetrunde ist.
Und wenn der Beirat erfährt, dass ich mir Unterstützung hole?
Diese Frage ist berechtigt. Vertraulichkeit ist deshalb kein Zusatz, sondern die Grundlage. Was wir besprechen, bleibt zwischen uns. Ich nehme keinen Kontakt zu Ihrem Unternehmen, Ihrem Beirat oder Ihren Gesellschaftern auf. Ob überhaupt jemand davon erfährt, entscheiden allein Sie.
Wenn Sie privat zahlen, taucht das Sparring nicht einmal in der Buchhaltung auf. Die Termine finden online statt oder auf Wunsch persönlich.
Wie Sie generell erkennen, ob ein Coach zu Ihnen passt, habe ich im Ratgeber Business Coach finden, mit Checkliste für Geschäftsführer zusammengefasst.
Wie arbeite ich mit Ihnen als Sparringspartnerin?
Mein Sparring für angestellte Geschäftsführer heißt Executive Sparring. Es hat einen klaren Anfang und ein klares Ende, damit es nicht noch ein endloser Termin in Ihrem Kalender wird.
In fünf Terminen arbeiten wir an fünf Schritten: Standort, Prioritäten, Position, Team und Plan. Zwischen den Terminen erreichen Sie mich für kurze Rückfragen per E-Mail. Am Ende haben Sie Ihre Prioritäten schriftlich, das Gespräch mit Beirat oder Eigentümer vorbereitet und einen Plan für die nächsten Monate.
Und wenn es nach dem ersten Termin nicht passt, steigen Sie aus und zahlen nur diesen einen. Alles Weitere zu Ablauf und Preisen finden Sie auf meiner Seite Coaching für Geschäftsführer mit Ablauf, Preisen und Erstgespräch.
Häufige Fragen
Kann nicht auch ein Kollege oder Freund mein Sparringspartner sein?
Für einen ersten Austausch ja. Ein Kollege steckt aber meist selbst im Hamsterrad oder hat eigene Interessen. Ein externer Sparringspartner ist neutral, kennt Ihre Lage aus vielen Blickwinkeln und hält auch dann dagegen, wenn es unbequem wird.
Wie oft trifft man sich mit einem Sparringspartner?
Das hängt vom Format ab. Im Executive Sparring treffen wir uns fünfmal à 90 Minuten, etwa alle zwei bis drei Wochen und in Ihrem Rhythmus. Dazwischen sind kurze Rückfragen möglich.
Was kostet ein Sparringspartner für Geschäftsführer?
Executive Sparring gibt es in drei Stufen: 4.500 €, 7.500 € und 10.500 €, jeweils netto und alles im 1:1. Sie können privat oder über die Firma zahlen. Das Erstgespräch ist kostenlos.
Ihr erster Schritt dauert 20 Minuten
Im kostenlosen Erstgespräch klären wir vertraulich, wo Sie gerade stehen und ob Executive Sparring zu Ihnen passt. Wenn ich merke, dass Sie bei jemand anderem besser aufgehoben wären, sage ich Ihnen das. Sie bekommen innerhalb von 24 Stunden eine Antwort.