Was macht ein Business Coach? Aufgaben, Ablauf und Nutzen für Geschäftsführer
Ein Business Coach ist Ihr Gegenüber für die Fragen, die Sie in der Firma mit niemandem besprechen können: Was hat wirklich Priorität, wie gehe ich ins nächste Gespräch mit dem Eigentümer, was gebe ich ab? Er gibt Ihnen keine fertigen Rezepte, sondern sortiert mit Ihnen, bis Sie eine eigene, begründete Position haben. Am Ende treffen Sie die Entscheidungen, aber Sie treffen sie nicht mehr allein und nicht mehr nachts um drei.
Woran merke ich als Geschäftsführer, dass ich Unterstützung von außen brauche?
Die meisten Geschäftsführer, die zu mir kommen, sagen im ersten Satz: „Ich hab keine Probleme, nur zu viel zu tun.“ Genau das ist meistens das Zeichen. Wer zu viel zu tun hat, dem fehlt selten Arbeitszeit, sondern eine klare Reihenfolge.
Ich achte auf drei Signale. Erstens: Sie reagieren nur noch. Der Kalender ist voll, jeder Kleinkram landet bei Ihnen, und abends wissen Sie nicht, was Sie eigentlich gestaltet haben. Ein Kunde hat es mir so beschrieben: „Ich bin kein Geschäftsführer mehr, ich bin ein besserer Feuerwehrmann.“ Zweitens: Vor der nächsten Beiratssitzung haben Sie keinen Plan, den Sie mit gutem Gefühl vorlegen. Drittens: Sie haben niemanden, mit dem Sie laut denken können, ohne dass es Folgen hat. Ihr Team soll nicht merken, dass Sie zweifeln, der Eigentümer schon gar nicht, und zu Hause wollen Sie es nicht auch noch abladen.
Was passiert konkret in einer Sitzung?
Kein Stuhlkreis, keine Räucherstäbchen. Wir reden über Ihre Ziele, Ihre Zahlen, Ihren Beirat und Ihre Bereichsleiter. Eine Sitzung dauert bei mir 90 Minuten, online oder vor Ort.
Am Anfang steht immer der Standort: Wohin geht Ihre Zeit wirklich, was fordert der Eigentümer, wo hakt es im Team? Danach sortieren wir Prioritäten, und zwar schriftlich: was Sie selbst machen, was Sie abgeben und was Sie bewusst liegen lassen. Wenn ein schwieriges Gespräch ansteht, etwa mit dem Eigentümer über Ziele, die Sie für unerreichbar halten, prüfen wir die Ziele, klären Ihre Position und spielen das Gespräch einmal durch. Lieber in der Sitzung als im Kopf, wenn Sie nicht schlafen können.
Ich stelle viele Fragen, aber ich nicke nicht alles ab. Wenn ich sehe, dass Sie sich verrennen, sage ich es Ihnen.
Worin unterscheidet sich ein Business Coach von Berater, Seminar und Therapie?
Ein Unternehmensberater analysiert, lässt Folien da und geht. Die Umsetzung bleibt an Ihnen hängen. Ein Seminar ist Theorie für fünfzehn Leute. Viele meiner Kunden kennen das: zwei Tage Seminarhotel, zurück im Büro 200 Mails, und nach einer Woche ist alles wie vorher. Die Eisenhower-Matrix ist super, wenn man seinen Kalender selbst bestimmt. Als angestellter Geschäftsführer tun Sie das oft nicht.
Ein Business Coach arbeitet nur an Ihrer Lage, mit Ihrem Eigentümer und Ihren Leuten. Sie gehen aus jeder Sitzung mit Entscheidungen raus, die Sie selbst getroffen haben, und setzen sie in Ihrem Alltag um.
Eine Therapie ist es auch nicht. Niemand fragt Sie nach Ihrer Kindheit. Natürlich sprechen wir darüber, wie Sie mit dem Druck umgehen, aber ganz praktisch: feste Zeiten zum Gestalten im Kalender und ein Weg, Druck zu sortieren, statt ihn ungefiltert an Ihr Team weiterzugeben.
Muss ein Business Coach selbst Geschäftsführer gewesen sein?
Nicht zwingend, aber es hilft enorm. „Die meisten Coaches haben nie einen Laden geführt, was wollen die mir erzählen?“ Diesen Satz höre ich oft, und ich verstehe ihn.
Ich war selbst angestellte Geschäftsführerin, mit einem Eigentümer über mir und einem Team, das am Limit war. Ziele zu verantworten, die man nicht allein in der Hand hat, war mein Alltag. Vorher habe ich als Leiterin Personal, Recht & Administration gesehen, wie Teams auf eine Führung unter Druck reagieren, und als Firmenkundenbetreuerin bei einer Bank Unternehmen von außen auf ihre Zahlen geprüft. Ich bin Juristin und habe meine Coaching-Ausbildungen am IfAP – Institut für Angewandte Psychologie und an der Genie Akademie Maxim Mankevich gemacht.
Für Sie heißt das: Sie müssen mir nicht erklären, was ein Beirat ist oder warum die Marge im dritten Quartal plötzlich Chefsache wird. Wir können sofort an Ihrer Frage arbeiten.
Was habe ich am Ende in der Hand?
Ein gutes Coaching endet nicht mit „Das war ein schönes Gespräch“. In meinem Executive Sparring arbeiten wir in fünf Schritten, ein Schritt pro Termin: Standort, Prioritäten, Position, Team und Plan. Danach haben Sie einen schriftlichen Prioritätenplan, das Gespräch mit dem Eigentümer geführt, nicht nur vorbereitet, und klare Absprachen mit Ihren Bereichsleitern, damit nicht alles zwei Wochen später wieder auf Ihrem Tisch liegt.
Damit Sie nicht auf mein Wort angewiesen sind, messen wir: In der ersten und der letzten Sitzung bewerten Sie auf einer Skala von 1 bis 10, wie sehr Sie gestalten statt reagieren, wie klar die Ziele mit dem Eigentümer sind und wie stark Sie den Rückhalt Ihres Teams spüren. Ehrlich gesagt: Wie Ihr Eigentümer entscheidet, kann niemand garantieren. Aber Sie gehen mit einer eigenen Position hinein und nicht mehr wie ein Schüler, der seine Hausaufgaben nicht gemacht hat.
Wenn Sie wissen wollen, wie das Sparring für Ihre Situation aussehen würde, finden Sie alle Details auf meiner Seite zum Executive Sparring. Das erste Gespräch dauert 20 Minuten, ist kostenlos und vertraulich.
Häufige Fragen
Erfährt mein Beirat davon, dass ich einen Coach habe?
Nein. Ich nehme keinen Kontakt zu Ihrem Unternehmen auf, und auf Wunsch schließen wir eine eigene Vertraulichkeitsvereinbarung ab. Wenn Sie privat zahlen, taucht das Sparring nicht einmal in der Firmenbuchhaltung auf.
Wie viel Zeit muss ich neben meinem vollen Kalender einplanen?
Fünf Termine zu 90 Minuten, alle zwei bis drei Wochen, in Ihrem Rhythmus. Wenn doch etwas brennt, verschieben Sie bis 24 Stunden vorher kostenlos. Zwischen den Terminen können Sie mir schreiben, ich antworte binnen 24 Stunden.
Ich bin erst seit ein paar Monaten Geschäftsführer. Ist das nicht zu früh?
Im Gegenteil. Im ersten Jahr schauen alle genau hin, und die Gewohnheiten, die Sie jetzt einüben, bleiben. Wer früh klare Prioritäten setzt und das Zielgespräch mit dem Eigentümer aktiv führt, muss später nicht hinterherlaufen.
Wie ich mit angestellten Geschäftsführern arbeite, lesen Sie auf der Seite Führungskräfte-Coaching.